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Stilblüten und Hurenkinder

Weder Blumensträusse noch das älteste Gewerbe der Welt finden Sie hier. Die Sprache ist meine grosse Leidenschaft und sprachliche «Ausrutscher» sind das Salz in der «Suppe» meiner Arbeit. Zum Beispiel dieser:

«Mietwagenübernahme jeweils am Samstag oder an Freiertagen

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Wertvolle Tipps

Jeden Monat einen Brief

Jeden Monat bespreche ich hier einen Brief. Dabei verwende ich gute und auch schlechte Beispiele. Spannend ist es immer. Alle Monatsbriefe finden Sie im Buch «Tipptoppe Korrespondenz».

Vorspiegelung falscher Tatsachen

Diese Karte fand ich mit dem Bild nach oben im Briefkasten. Ich überlegte, wer mir diese geschickt haben könnte? Manuela, eine Volleyballfreundin? Meine Cousine Nicole? Ich drehte sie um und war enttäuscht.

Optik: Das Bild vom Strand – vielleicht auf den Malediven oder in Thailand – macht an und gluschtig. Wer ist an einem so schönen Ort? Beim Umdrehen kommt dann die Enttäuschung: Es ist Werbung. Die Werber haben den «Privat»-Effekt genutzt. Für mich geht es nicht auf – ich finde es respektlos. Note: 3

Infozeile: Die Infozeile fehlt. Bei einer «Postkarte» ist sie auch nicht nötig. Wenn schon eine Pseudopostkarte verschickt wird, dann sollte sie wenigstens mit einer Pseudohandschrift und nicht mit Arial geschrieben sein. Note: 3

Anrede: Die Anrede mit «Liebe Frau» passt zwar zu einer Postkarte, ist jedoch bei Werbung immer noch schräg. Note: 3-4

Inhalt: Der Inhalt ist Werbung pur – weder spannend noch informativ. Die Wortwahl ist ebenfalls nicht besonders anmachend. Mir gefällt es nicht. Note: 3-4

Gesamteindruck: Diese Karte ist von mir aus gesehen völlig missglückt. Weder der Sinn, mich zu einer Bestellung zu animieren, noch die generelle Botschaft, wir sind eine tolle Firma, werden eingelöst. Im Gegenteil – der Frust ist gross. Schade!  Note: 3

Tipptopp-Beurteilung: Note 3