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Stilblüten und Hurenkinder

Weder Blumensträusse noch das älteste Gewerbe der Welt finden Sie hier. Die Sprache ist meine grosse Leidenschaft und sprachliche «Ausrutscher» sind das Salz in der «Suppe» meiner Arbeit. Zum Beispiel dieser:

«Mietwagenübernahme jeweils am Samstag oder an Freiertagen

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Wertvolle Tipps

Jeden Monat ein Mail oder ein Brief

Jeden Monat bespreche ich hier ein Mail oder ein Brief. Dabei verwende ich gute und auch schlechte Beispiele. Spannend ist es immer. Alle Monatsbriefe finden Sie im Buch «Tipptoppe Korrespondenz».

Herzliche Einladung:

Zum Vorbereitungsgespräch für die nächste Stufe

Von unserer Krankenkasse kam Werbung. Normalerweise geht diese sofort auf den Altpapierhaufen. Dieser Brief war jedoch anders. Das Blatt war dick, weich und von der Haptik her spannend. Auf der hinteren Seite war erklärt, was es damit auf sich hat. «Dieser Brief blüht auf!» In das Papier sind Wildblumensamen integriert. Eine tolle Idee, die Spass macht und nachhaltig ist. Aber bringt sie auch etwas?

Optik: Das Farbkonzept passt. Die EGK als nachhaltige Krankenkasse hat aus normaler Werbung etwas besonders Passendes gemacht.

Note: 6

Infozeile: Die Infozeile ist leider sehr fade, zu lang und nicht kundenorientiert. «Dieser Brief blüht auf!» wäre perfekt gewesen.

Note: 4

Anrede: Die Anrede «Sehr geehrter Herr» ist sehr altmodisch und passt überhaupt nicht zum spannenden Papier.

Note: 3-4

Inhalt: Der Brief ist floskelfrei, bleibt aber vage. Es sind Belanglosigkeiten und Banalitäten. Und das wirklich Wichtige fehlt: Welche Konsequenzen hat dieser Wechsel, von dem wir nichts wissen?

Note: 4

Gesamteindruck: Schade wurde aus der guten Idee mit dem Blumenpapier nicht mehr herausgeholt. 

Note: 4-5

Tipptopp-Beurteilung: Note 4-5